Auch wenn das Wort wohnhaft, etwas von "Haft" in sich trägt, bin ich doch freiwillig 2012 nach Ostfriesland gezogen. :-)

Lebe in der Krummhörn, genieße das ruhige Landleben, die überwiegende Freundlichkeit der Menschen und die Natur um mich herum.

In meiner Freizeit fotografiere ich gerne, habe Haustiere und engagiere mich in der Aufklärung zum Thema Autismusspektrum.

Dazu gehört die SHG, der Baltrumworkshop im Frühjahr und Herbst, der Bürgerfunk autis-on-air sowie der AutismusTreff Pewsum.

 

Dabei von Adi begleitet, hoffe ich etwas zu erreichen, das anderen aus dem Autismusspektrum und Ihrem Umfeld, weiterhelfen kann.

Ein Jahr ist es her (072018), das ich erlebt habe, im Autismusspektrum und mit dem Autismuspektrum kann man gut Leben. Ich vermisse diese Zeit sehr.

Wandern als Erkenntnis, ich kann Autismusspektrum und bin dabei zufrieden. Das alles in einer Welt die mich lässt und akzeptiert. Es war eine sehr starke Erfahrung, von der keiner wirklich weiß.

Dazu müsste man mich verstehen, ich mich verstehen, das Autismusspektrum akzeptiert sein ....

Was mir an dieser Stelle sehr wichtig ist :

an dieser Stelle zu erwähnen, das sämtliche Tätigkeiten nur möglich waren und sind, durch die liebe Unterstützung meiner Frau. Die immer zu dem steht was ich plane und tue. Ich danke Ihr dafür.

Ich hoffe Ihre Bemühungen eine eigene SHG aufzubauen ist bald erfolgreicher. Mit anderen über die Probleme die sich aus dem AS ergeben zu reden ist wichtig um Hilfe zur Selbsthilfe zu haben.

Leider fällt es Angehörigen oft noch schwerer als den Menschen aus dem Autismusspektrum, sich selber zu outen.

 

Habt den Mut und traut Euch.

es folgen eigene Gedanken

1) Kompensation ist auch Arbeit

und wenn es Außenstehenden noch so einfach erscheinen mag wenn ich z.B. einen Vortrag halte, einkaufe oder Dinge mache die andere Menschen auch machen. Lebe wie es alle tun ?!

Für mich bleibt es eine Anpassungsleistung, die ich im bisher mit viel Kraftverlust bezahlt habe.

Wieso Kraft ? Also, nehmen wir das Beispiel "Vortrag". Ich rede doch nur über ein Thema, nämlich das Autismsuspektrum, das ich als Asperger sehr gut kenne. Gut vorbereitet mit einer Powerpoint Präsentation. Wieso kostet das Kraft, fragen sich die Zuhörer.

Weil, ich :

 

1) Kraft zum Avatar spielen brauche

2) Kraft zum Vortrag halten brauche

 

Das sind eben "zwei mal Kraft" für eine Arbeit. Andere Menschen Arbeiten einfach. Müssen sich nicht anpassen und Input unterdrücken.

Dies für mich selber zu begreifen, war ein langer Weg. Ich dachte nämlich, wenn andere "Vorträge halten" oder "arbeiten" auch den Straßenverkehr sehen,  sehen wie sich Bäume im Wind wiegen, Vögel die letzten Krümme suchen, Zuhörer hin und her rutschen, knistern, kauen, räuspern und vieles mehr.

Das brummen des Beamers ist da noch das geringste Übel.

Ablenkungen kompensieren, ist Arbeit um arbeiten zu können.

Das hoher Input eine für mich persönliche Eigenart ist und andere Menschen dies in der Regel nicht haben, woher sollte ich das denken oder wissen.

 

Dabei spreche ich hier nur von dem visuellen und auditiven Input. Ich spreche nicht von der Sprache, der Kommunikation oder den Gefühlswellen..........

Stichwort Lügen und Sozialverhalten.

Ich empfinde, höre und fühle meine Umgebung bzw. NichtAutisten immer mehr als nicht ehrlich. So erlebe ich die Menschen immer wieder beim lügend oder die Wahrheit verdrehen. Was manchmal schlimmer wirkt, zu einem Thema, schweigend.

Dies scheint für Ihr Sozialverhalten untereinander, für Ihre Art des gemeinsamen Miteinander jedoch Elementar wichtig zu sein.

Als Mensch aus dem Autismusspektrum ist es mir aber fremd erst einmal zu überlegen was möchte mein Gegenüber hören damit er mich mag oder nicht ablehnt. Ich kann in solchen Situationen (gerade Spontane) ausschließlich offen und ehrlich agieren. Das eckt an und sorgt für Schwierigkeiten.

Ich will aber weder verletzen noch irgendjemandem weh tun. Die Situation ist so, das sage ich. Ich tue dies aus dem Drang heraus, auf etwas aufmerksam machen, eine Situation verbessern zu wollen, zu helfen oder einen Fehler hinzuweisen.

 

NIEMALS UM BESSERWISSERISCH ZU SEIN, ZU VERLETZEN.

 

In diesem Bereich ist es mir nur mit großer Mühe möglich mich anzupassen, das Verhalten meines Gegenüber zu kompensieren. Wenn es eine Sache gibt die ich nicht übersetzen kann, dann ist es dies Diskrepanz zwischen der NichtAutistenWelt und mir. Das ist oft so schmerzlich und verletzend. wahrscheinlich beiderseitig. Hierfür werde ich wohl nie eine Lösung finden.

Hier wird immer Rückzug und tagelanges kreisen im Kopf die einzige Lösungsstrategie bleiben.

Als Mensch aus dem Autismusspektrum liegt es fast immer an mir mich anzupassen und zu kompensieren, so bin ich es gewöhnt. Was am meisten frustriert ist die Tatsache, selten kann ein NA sich auf meine Art einstellen, passiert aber manchmal. Gott sei dank.

Nur im Bereich "Sozialverhalten und Lügen" wird das wohl nie geschehen.

Öffentlichkeitsarbeit zum Thema AS

Wenn es möglich ist, bemühe ich mich zum Autismusspektrum aufzuklären und mit Informationen weiter zu helfen. Dabei ist mir meine Frau eine große Stütze. Halte Vorträge in Vereine, bei Arbeitgeber, in Schule und öffentlichen Einrichtungen ebenso wie in Einrichtungen in dehnen Menschen aus dem Autismusspektrum betreut werden oder arbeiten. Meine Termine, an dehnen ich Vorträge zum Thema Autismusspektrum halte, sind unter "Termine" im Kalender 2019 zu finden. Vielleicht trifft man sich da ....

50 Vorteile von Aspis.pdf
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